Zwei Mitarbeiter eines Lebensmittelladens stehen in der Obst- und Gemüseabteilung und lächeln in die Kamera. Einer hält zwei Tomaten in der Hand. Im Hintergrund sind Regale mit Gemüse wie Gurken, Tomaten und Salat zu sehen. Text ist KI generiert.

Seit 2020 findet jedes Jahr am 29. September der Internationale Tag gegen Lebensmittelverschwendung statt. Der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Aktionstag macht auf Lebensmittelverluste und -verschwendung aufmerksam. Dabei soll das Ziel, die weltweite Lebensmittelverschwendung pro Kopf auf Handels- und Konsument:innenebene bis 2030 zu halbieren, unterstützt werden. Für ADEG ist der Aktionstag Anlass, den Blick auf jene zu richten, die sich tagtäglich mit dem Wert von Lebensmitteln auseinandersetzen: die selbstständigen ADEG Kaufleute in ganz Österreich.

  • Am 29. September rückt der Internationale Tag gegen Lebensmittelverschwendung den bewussten Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen in den Fokus
  • Die selbstständigen ADEG Kaufleute setzen in ihren Märkten auf individuelle Lösungen, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden
  • ADEG Haider-Weinstabl, ADEG Neumair und ADEG Kurzmann zeigen beispielhaft, wie Lebensmittelrettung mit regionaler und sozialer Verantwortung verbunden werden kann

So unterschiedlich wird Verantwortung vor Ort gelebt
Wie facettenreich ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln im Marktalltag aussehen kann, beweisen drei ADEG Kaufleute aus der Steiermark, Salzburg und Niederösterreich. ADEG Kaufmann Hans-Peter Kurzmann in Heiligenkreuz am Waasen (Bezirk Leibnitz, Steiermark) setzt bei der Lebensmittelrettung auf ein starkes Netzwerk an Kooperationen, von dem Mensch und Tier gleichermaßen profitieren. Einwandfreie Lebensmittel, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, werden regelmäßig von der Caritas abgeholt und an Menschen in Not verteilt. Darüber hinaus kooperiert ADEG Kurzmann nach demselben Prinzip eng mit der lokalen Tierrettung, die geeignete Produkte erhält, um in Not geratene Tiere zu versorgen. „Lebensmittel sind zu wertvoll, um sie einfach zu entsorgen. Organisationen wie die Caritas oder die Tierrettung sind für mich der beste Weg, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: So helfe ich Menschen und Tieren in Not und setze mich aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung ein“, erklärt Hans-Peter Kurzmann.

Ebenso stark in der Region verwurzelt ist ADEG Neumair in Kaprun (Bezirk Zell am See, Salzburg). Bei der Familie Neumair steht vor allem die soziale Weitergabe im Fokus. Seit mehr als fünf Jahren werden einmal wöchentlich wertvolle Lebensmittel an die Initiative „Rollende Herzen“, die Menschen in finanziellen Notlagen unterstützt, gespendet. Doch auch direkt im Markt wird Abfall konsequent vermieden: Bleiben beispielsweise Brot und Gebäck übrig, verwandeln sie sich kurzerhand in Semmelbrösel oder werden zur Basis für die beliebten Kaspressknödel.

Beim selbstständigen ADEG Kaufmann Christian Haider-Weinstabl in Moidrams (Bezirk Zwettl, Niederösterreich) werden Lebensmittel kreativ weiterverarbeitet. In der Feinkostabteilung zaubert sein Team aus einwandfreien Produkten, die bald ihr Mindesthaltbarkeitsdatum erreichen, frische Salate und hausgemachte Aufstriche. Auch bei den Feinkostweckerln wird auf eine optimale Verwertung geachtet. Zusätzlich bietet ADEG Haider-Weinstabl „ADEG Rettersackerl“ mit Obst und Gemüse um drei Euro an – ein Angebot, das bei der Kundschaft äußerst beliebt ist.

Lebensmittel retten beginnt im Alltag
Auch Konsument:innen können mit einfachen Gewohnheiten dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Die ADEG Kaufleute empfehlen, Einkäufe bewusst zu planen, nur jene Mengen zu kaufen, die tatsächlich benötigt werden, und Lebensmittel möglichst vollständig zu verwerten. Christian Haider-Weinstabl bringt es pragmatisch auf den Punkt: „Die zwei größten Fehler, die man beim Einkaufen machen kann, sind hungrig in den Markt zu gehen und keine Einkaufsliste dabei zu haben. Wer beides vermeidet, kauft automatisch nur das, was auch verbraucht werden kann.“ 

Die Beispiele zeigen, dass Lebensmittelrettung bei ADEG keinem starren Schema folgt. Gerade die Selbstständigkeit der Kaufleute schafft den Spielraum, Lösungen zu finden, die exakt zum jeweiligen Markt und zur Region passen. Damit wird Lebensmittelwertschätzung zu einem konkreten Teil regionaler Nahversorgung. „Unsere ADEG Kaufleute kennen ihre Märkte und die Menschen in ihrer Region sehr genau. Dieses Wissen hilft ihnen dabei, individuelle und zugleich wirkungsvolle Wege im Umgang mit Lebensmitteln zu finden. Genau diese Verantwortung vor Ort zeichnet unsere selbstständigen Kaufleute aus“, so Florian Klein, Geschäftsführer REWE Großhandel.

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