Tipps für Sauberkeit & Ordnung

Nützliche Tipps für einen ordentlichen Haushalt

GLANZ & GLORIA

Mit der Zeit bilden sich bei Aluminiumtöpfen Ränder und Bodenflecken. Die weiche Struktur des Leichtmetalls ist sehr empfindlich, deshalb nie mit Topfkratzern behandeln. Stattdessen helfen Omas Tricks. Kochabfälle wie Apfelschalen oder Rhabarberblätter haben wie frischer Zitronensaft oder Essigessenz eine gute Reinigungskraft: Alu-Geschirr mit Wasser füllen und Hausmittel fünf Minuten darin kochen, dann 15 Minuten ziehen lassen.

GUTE LUFT

Mit sinkenden Temperaturen und geschlossenen Fenstern macht sich ab Herbst ein alljährliches Phänomen in der Wohnung breit: hartnäckige Essensgerüche, nach Gebratenem oder Frittiertem, verfliegen nicht mehr mit dem Sommerlüfterl, sondern setzen sich in Pölstern und Vorhängen fest. Abhilfe schaffen Schälchen mit heißem Wasser, einigen Tropfen Essig sowie frischen Zitronenstücken. Diese über Nacht im Raum verteilt aufstellen.

MIXER SAUBER HALTEN

Mixgeräte sind wahre Helden der modernen Küche. Sie zaubern leckere Smoothies, Milchshakes, Saucen oder Suppen. Damit das Reinigen kein Albtraum wird: Vor der Verarbeitung farb- oder geschmacksintensiver Zutaten den Mixbecher mit Öl einreiben. Dies schützt das Plastik vor Ablagerungen. Danach mit heißem Wasser und biologischem Spülmittel reinigen. Geruchskiller sind gepresste Zitronenschalen und frische zerkleinerte Minze.

FRUCHTFLIEGENFALLE

Mit dieser Mischung wird man Fruchtfliegen los: eine flache, gelbe Schale mit einem EL Essig, drei EL Fruchtsaft, zwei EL Wasser (erst am Schluss dazugeben!) und einem Tropfen Spülmittel füllen, umrühren und zum Obstkorb stellen.

Drei Teebeutel Drei Teebeutel

SCHWARZTEE KRÄFTE

Getrocknete Schwarzteebeutel nicht wegwerfen, sie sind Alleskönner im Haushalt! Im Vorratsschrank halten sie Insekten und Kleintiere von Lebensmitteln fern, im Kühlschrank nehmen sie unangenehme Gerüche auf (immer wieder erneuern). Ist man nach dem Abendessen zu müde, um den Abwasch zu erledigen, das schmutzige Geschirr mit einigen Teebeuteln ins Spülwasser legen – am nächsten Morgen erlebt man eine saubere Überraschung.

ROSTFREI

Böse Überraschung im Geschirrspüler: Das neue Besteck aus Edelstahl weist Rostflecken auf. Ein beschädigter Geschirrwagen (defekter Plastikbezug), eisenhaltiges Wasser oder von Rost befallene Töpfe können die Ursache sein. Um den sogenannten Flugrost in der Spülmaschine einzudämmen, beim Waschgang ein Stück Alufolie im Besteckkorb festklemmen. Aluminium nimmt den Rost auf. Sobald die Alufolie Verfärbungen hat, auswechseln.


SILBER BLITZBLANK

Besteck, Kerzenständer oder Schmuck aus Silber lassen sich sehr gut mit Zahnpasta und einem weichen Tuch polieren oder man legt die Silberstücke in eine mit Alufolie ausgekleidete Schüssel mit heißem Salzwasser (1 l Wasser, 2 EL Salz).

AM(EIS)EN!

Kaum finden sie eine Ritze im Mauerwerk, in der Tür- oder im Fensterstock, sind Ameisen in der Küche allgegenwärtig. So wird man sie schnell wieder los: Auf die Ameisenstraße Backpulver, reines Natron oder Borax streuen — das wirkt wie Gift für sie, das sie auch noch mit in den Bau nehmen. Will man ihnen nicht zu sehr an den Kragen gehen: Ameisen verabscheuen den Geruch von Zimt, Zitronenschalen oder Essig. Flugs suchen sie sich eine neue Route.

TOLLE MUH

Bei sommerlicher Hitze wird Milch schnell mal sauer. Doch was viele nicht wissen: damit mutiert sie zum Putzwunder. Von Armaturen, Badewannen oder Waschbecken über das Spülbecken in der Küche bis hin zur Toilette – alles blitzeblank dank saurer Milch. Sie reinigt nicht nur, sondern befreit gleichzeitig von Kalkspritzern und Kalkstein. Und legt man Silberbesteck über Nacht in saure Milch ein, glänzt es am nächsten Tag wie neu.

HOLZ OHNE KEIME

Viele Köche schwören auf Küchenhelfer aus Holz: Schneidbretter oder Kochlöffel aus Ahorn, Buche, Fichte oder Olivenholz. Nach Verwendung mit heißem Seifenwasser waschen und in der Sonne trocknen. Gegen Austrocknen und zum Schutz Bretter regelmäßig mit Leinöl einreiben. Vorteil gegenüber Plastik: Die im Holz enthaltenen Tannine haben eine antibakterielle Wirkung. Salz und Zitrone sind ergänzend ein super Gespann gegen Bakterien. Salz auf das Brett streuen, mit der Schnittfläche einer halben Zitrone darüberreiben. Den Salz-Zitronen-Mix einige Minuten einwirken lassen. Anschließend mit warmem Wasser abspülen und gut trocknen lassen.

ZITRONENKRAFT

Blitzblankes Cerankochfeld dank einer halben Zitrone: Oberfläche damit einreiben, kurz einwirken lassen. Zur Schonung der Glaskeramik mit einem weichen Tuch feucht nachwischen.

FÜR IMMER ROSTFREI

Metallische Haushaltsutensilien mit Rostflecken in Coca Cola tränken, einwirken lassen und abbürsten. Die Säuren des Colas wandeln Rost in Phosphat um. Diese Stellen sind nun dauerhaft vor Rost geschützt.

EISFREI IM NU

Kühltruhe oder Eisfach tauen schneller ab, wenn man die Eiskruste mit Salz bestreut und einen Topf mit kochend heißem Wasser hineinstellt. Danach die Flächen abwischen.

Holzlöffel mit Salz und Zitronenscheiben Holzlöffel mit Salz und Zitronenscheiben

SCHONEND REINIGEN

Belegte Kaffee- oder Teekannen entweder mit einem Zitronenviertel oder einer Prise Soda (Backpulver) reinigen. Danach mit heißem Wasser übergießen und über Nacht stehen lassen. Mit Wasser ausspülen.

MESSERSCHARF

Das Messer ist stumpf, aber kein Wetzstahl oder Schleifstein im Haus? Erste-Hilfe-Maßnahme: Klinge abwechselnd am unlasierten Rand eines Kaffeetassen- oder Tellerbodens entlangstreifen – und die Schärfe ist wieder da. Auch Blumentöpfe aus Ton eigenen sich als Scharfmacher. Allerdings werden Messer auf diese Weise nicht ganz so scharf wie durch die professionelle Schärfungsmethode mit Wetzstahl oder Schleifstein.

MALHEUR MIT DEM ODEUR

Mit dem Anstieg der Temperaturen macht sich in der Küche gerne ein unangenehmer Geruch breit. Schuld ist der Müll. Hat man nicht die Zeit, ihn jeden Tag zu entsorgen, wickelt man die organischen Abfälle am besten in Zeitungspapier. Es schließt den Geruch ein. Hilfreich gegen schlechte Gerüche ist auch Natron, das man am Boden des Müllkübels verstreut. Achtung: bei Metallbehältern kein Natron verwenden, es greift das Material an!

Bräter wird gespült Bräter wird gespült

BRATFETTFREI
Margarine oder Öl spritzen beim Erhitzen meist aus der Pfanne. Um dies zu verhindern, hilft ein schneller Griff in den Salztopf: eine Prise drüberstreuen!

BARKEEPING IN DER KÜCHE
Präzise und sparsame Dosierung von Essig und Öl dank Schnapsausgießer: Flaschenöffnung damit versehen und leichtes Ausschenken ist garantiert. Zudem bleibt der Flaschenhals sauber.

RAUS MIT DEM REST
Wenn in einem Topf Essensreste kleben, die schwer zu entfernen sind, den Topf nochmals erhitzen und dann umgedreht unter fließendes kaltes Wasser stellen.

ANGEBRANNTE PFANNE?
Kein Grund zum Schäumen! Ein Päckchen Back- oder etwas Waschpulver und Wasser bewerkstelligen das im Nu. Das Gemisch kurz köcheln lassen und die angebrannten Essensreste können mühelos entfernt werden.


Goldene Küchenregeln

„Frühjahrsputz“ in der Küche


1. Schränke innen und außen säubern, danach erst alle Fliesen und Arbeitsflächen. Das richtige Putzmittel: Bei leichter Verschmutzung reicht ein Allzweckreiniger, bei Fett einen alkalischen Küchenreiniger verwenden. Ausmisten nicht vergessen: Abgelaufene Lebensmittel wegwerfen!

2. Kühlschrank: Bewegliche Teile in den Geschirrspüler oder händisch reinigen, den Kühlschrank mit Spülmittelwasser auswischen, Scheuermilch ist tabu, denn die Schleifpartikel rauen die Oberfläche auf und verkratzen sie. An diesen Stellen können sich überdies Schmutz und Bakterien leichter ablagern. Aus diesem Grund sind auch Scheuerschwämme nicht ideal. Am Schluss mit Essigwasser nachwischen – neutralisiert Gerüche und desinfiziert.

3. Herd und Backofen: Cerankochfeld mit Glasschaber und Lappen putzen, Backofen mit Dampf reinigen: Feuerfeste Schüssel mit Wasser in den warmen Ofen stellen — erweicht die Speisereste, die lassen sich in der Folge einfacher wegwischen. Backofenreiniger oder Allzweckreiniger ist ein Muss.

Was ist beim Geschirrspüler zu beachten?


1. Wassertemperatur: Spar- oder Kurzprogramme nur einsetzen, wenn es schnell gehen muss. Dauerhaft verwendet, verstopfen Fette die Leitungen. Deshalb das 65-Grad-Programm einsetzen.

2. All-in-one-Tabs oder Geltabs sind meist teurer als Pulver. Kommt Pulver zum Einsatz, Klarspüler und Salz nachfüllen.

3. Was nicht in den Geschirrspüler gehört:

  • Scharfe Messer werden stumpf.
  • Geleimte Holzbretter bekommen Risse.
  • Geschirr mit Spinat- oder Tomatensauceresten, da sich diese auf dem restlichen Geschirr verteilen (davor abspülen).
  • Thermoskannen, da die Dichtung kaputt wird.

Wie räumt man den Kühlschrank richtig ein?

Illustration der Klimazonen im Kühlschrank Illustration der Klimazonen im Kühlschrank


Entscheidend sind die verschiedenen Klimazonen:

1. Blattsalate, Kräuter, Pilze, Wurzelgemüse, Kohl, Lauch bleiben im Gemüsefach bei null Grad frisch.

2. Über dem Gemüsefach ist es am kältesten. Dort die leicht verderblichen Lebensmittel aufbewahren, wie Eier, Fleisch und Wurst.

3. In der Mitte: Milchprodukte.

4. Oben: Gekochte Gerichte in einer Frischhaltebox oder alles, das auch in der Türe seinen Platz finden könnte: Butter, Margarine, Senf, Ketchup, Marmeladen, Getränke und angebrochene Milch.



Wie plane ich meine ideale Küche?


1. Die Grundstruktur in Armlängen: Die drei Arbeitszentren bilden Kühlschrank, Kochstelle und Spüle. Ergonomische Regel: Zwei Arbeitszentren sollten nicht mehr als eine doppelte Armlänge voneinander entfernt sein.

2. Arbeitsabläufe bestimmen die Küchenplanung: Bei Rechtshändern plant man von rechts nach links, bei Linkshändern umgekehrt. Von rechts ist diese Anordnung empfehlenswert: Vorratsregal, Kühlschrank, Arbeitsfläche, Kochbereich, Arbeitsfläche, Spülbecken, Abtropffläche, Arbeitsfläche, Geschirrspüler, Geschirrschrank.

3. Das Zentrum der Küche: Zwischen Spüle und Kochzone sollte die größte Arbeitsfläche sein, denn Kochvorbereitungen wie Gemüse schneiden etc. benötigen am meisten Platz.