Tipps gegen Eispatscherl & Schneefinger

Wer glaubt, dass es im Winter unmöglich ist, warme Hände und Füße zu behalten, irrt. Mit diesen Tipps tricksen Sie die Kälte einfach aus.

Sinken die Temperaturen, schaltet der Körper sein Warnprogramm ein. Zuerst hält er die lebenswichtigen Organe und das Gehirn warm, indem das Blut in die Körpermitte gepumpt wird, in den Extremitäten – sprich Händen und Füßen – wird die Durchblutung zurückgefahren. Die Folge: Eispatscherl und Schneefinger.

 

Hitze von innen
 

Wärmende Chilis Wärmende Chilis

Einige Nahrungsmittel helfen uns, von innen warm zu bleiben, da sie die Durchblutung ankurbeln. Das gilt z. B. für scharfe Gewürze wie Pfeffer, Ingwer oder Chili.

Wollige Wärme
 

An kalten Füßen sind manchmal auch Schuhe oder Socken schuld. Sitzen Schuhe zu eng und ist ihre Sohle zu dünn, hat die Kälte leichtes Spiel. Bei geräumigen Schuhen hält nämlich der Luftpolster zwischen Fuß und Schuh warm. Auch Einlegesohlen schaffen einen zusätzlichen Luftpuffer. Bei Socken entscheidet das Material. Optimal ist Wolle, denn sie kann Nässe besser aufnehmen als Baumwolle und hält so den Fuß trocken und warm. Gleiches gilt für Fäustlinge. Zusätzlich hilft es, darauf zu achten, dass die Hände immer trocken sind. Denn durch Feuchtigkeit entsteht Verdunstungskälte, die wiederum dazu führt, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen.
 

Wärmende Handschuhe Wärmende Handschuhe

„KALTE FÜSSE SIND LÄSTIG, BESONDERS DIE EIGENEN.“

Wilhelm Busch
1832-1908, deutscher Dichter und Zeichner

 

Trink dich warm
 

Übrigens: Es gilt nicht nur bei hohen Temperaturen, viel zu trinken, um das Schwitzen auszugleichen, sondern auch bei tiefen. Flüssigkeit verdünnt das Blut, sodass dieses leichter bis in die Finger- und Zehenspitzen fließen kann.
 

Fingeryoga und Zehenballett
 

Banal, aber wichtig: Bewegung. Beim Warten auf den Bus mit den Zehen wackeln, sie einrollen und so weit wie möglich spreizen. Die Hände durchmassieren und an jedem Finger kräftig ziehen – das öffnet die Gelenke, und das Blut kann auch wieder besser fließen.
 

Duftende Helfer
 

Wärmende Pflanzenöle Wärmende Pflanzenöle

Nützlich und zugleich wohltuend sind ätherische Pflanzenöle. Die Öle von Rosmarin, Ingwer oder Pfefferminze regen die Durchblutung an und sorgen ebenfalls für ein Wärmegefühl. Nicht mehr als einen Tropfen davon zusammen mit einer geruchsneutralen Handcreme einmassieren oder direkt auf die Fußsohlen geben. Aber Vorsicht mit den Ölen von Thymian, Zimt oder Muskatnuss: Sie wirken zwar auch wärmend, sind aber stark hautreizend und müssen daher vor dem Auftragen stark verdünnt werden.
 

Tipp von Kauffrau Margit Wörndle:
Wärmespender Zimt
 

Wunderbare Wärmespender sind eine Stange Zimt oder eine Scheibe Ingwer in Kompott oder heißem Wasser. Die Flüssigkeit löst das Zimtöl aus der Zimtstange, vor allem bei den dünnen Stangen des Ceylonzimts. Es erweitert die Blutgefäße und wirkt dadurch wärmend.