Wild gewachsen

Spitzwegerich

Ich wachse überal, wo es grünt, locke Insekten und Falter an und gelte als eines der bedeutendsten Naturheil- und Küchenkräuter.


Ich bin... Spitzwegerich

Spitzwegerich ist abgesehen von den eleganten lanzenför- migen Blättern keine auffallende Schönheit, punktet jedoch mit einem breiten Spektrum an Verwendungsmöglichkeiten – sowohl in der Küche als auch in der Medizin. Alle Teile der Pflanze schmecken ähnlich wie Champignons und werden roh, gegart oder getrocknet (als Tee) verwendet. Aus frischen Blättern macht man Salat, man kocht sie wie Gemüse oder bereitet daraus eine Suppe zu. Die Wurzel wird gekocht und wie Gemüse gegessen. Die Samen kann man roh über Müsli oder Salat streuen und kurz angebraten zu Eintöpfen hinzufügen. In der Naturheilkunde wird Spitzwegerich aufgrund der reizlindernden, husten- und schleimlösenden Wirkung gegen Katarrhe der Luftwege, Entzündungen der Schleimhäute und als natürliches Antibiotikum bei Verletzungen und Irritationen der Haut eingesetzt.


Vorkommen

Ursprünglich in Europa, heute weltweit auf Wiesen und Äckern sowie an Wegrändern.


Standort

Bevorzugt frischen, guten Boden in sonniger bis halbschattiger Lage.

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Beste Erntezeit

Blätter, Triebspitzen: April bis Juni. Samen: August bis Oktober. Wurzeln: Oktober bis April.


Nutzen, Verwendungsmöglichkeit

Die uralte Heilpflanze enthält: Aucubin, Gerbstoffe, Germanium, Kalium, Kieselsäure, Vitamin B und C, Schleimstoffe, Zink und Zirkon. Wegen der antibakteriellen und blutstillenden Wirkung wird die Pflanze seit jeher zur Versorgung von Wunden, Bissen, Stichen und Ödemen sowie bei Neurodermitis und sonstigen Entzündungen der Haut verwendet. Dazu wird das zerriebene Blatt, dessen Inhaltsstoffe bei Insektenstichen auch Brennen und Juckreiz unterdrücken, einige Minuten auf die Wunde gedrückt. Wissenschaftlich bestätigt ist überdies die reizmildernde und hustenlösende Wirkung.


Spitzwegerich kurzgefasst

Nährt Insekten und wird von Faltern als Raupenfutterpflanze gebraucht.
Alle Teile können roh oder gegart gegessen und zu Getränken verarbeitet werden. Die Pflanze kann bedenkenlos auch von Kindern verzehrt werden. Einsetzbar zur Versorgung von Wunden oder Stichen.




Text: Karin Tomka

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