Aus Alt mach Neu!

Upcycling

Folgen Sie dem Upcycling-Trend und hauchen Sie alten Dingen neues Leben ein.

In jedem Haushalt gibt es Dinge, die man nicht mehr braucht, die zum Wegwerfen aber viel zu schade sind. Kreative und nachhaltig denkende Hobbybastler nutzen vermeintlichen Müll als Rohstoff für neue Produkte.

Was in der Designszene schon seit längerem praktiziert wird, wo etwa aus alten LKW-Planen Taschen, aus Fahrradschläuchen Gürtel oder aus Ölfässern Schränke werden, erfreut sich nun auch bei Do-It-Yourself-Begeisterten großer Beliebtheit.

Aus alten Jeans, Konservendosen, Obstkisten, Plastikflaschen und Kleiderbügeln lässt sich Nützliches, Praktisches und Schönes kreieren. Wir bringen Ihnen den Trend des Wiederverwertens nach Hause.

Wandregal aus Konservendosen Wandregal aus Konservendosen

"Alles Alte sollen wir lieben,
aber für das neue sollen wir leben."

Theodor Fontane, deutscher Schriftsteller

Topfuntersetzer aus Drehtkleiderbügeln

  • Material

Drahtkleiderbügel, Holz- und/oder Glasperlen, Heißkleber, Polykleber, Zange

  • So geht's

1. Schneiden Sie den Draht etwa 40 cm rechts vom Aufhänger ab. Links vom Aufhänger lassen Sie 0,5 cm Draht stehen. Das kurze Drahtstück wird nicht benötigt.

2. Formen Sie das lange Drahtstück mit dem Aufhänger mithilfe eines Topfes zu einem Kreis. Fädeln Sie die Perlen auf, bis nur noch 0,5 cm Draht frei sind. Darauf achten, dass die unterschiedlichen Größen von Perlen regelmäßig verteilt sind.

3. Schließen Sie den Kreis, indem Sie Heißkleber auf das kurze Drahtende links vom Aufhänger geben. Dieses wird in die letzte, mind. 1 cm lange Perle geschoben, in deren Öffnungen beidseits Polykleber gegeben wird. Man schließt die beiden Drahtenden in der Perle.



Bunte Metallkleiderbügel Bunte Metallkleiderbügel

Tipp

Drahtbügel bekommt man z.B. aus der Reinigung. BEACHTEN SIE: Unbedingt beide Kleber verwenden: Heißkleber allein kann unter Hitzeeinwirkung weich werden, dann geht der Drahtring eventuell wieder auf. Wichtig: Polykleber muss 24 Stunden trocknen.

Betonvasen aus Plastikflaschen

  • Material

2 PET-Flaschen (eine große und eine kleine), Schnellbeton, Wasser Werkzeug: Schere, Cutter, Schleifpapier

  • So geht's

1. Schneiden Sie bei beiden Flaschen den Flaschenhals an der dicksten Stelle ab. Das geht am einfachsten, indem Sie zuerst mit einem Cutter einen 4 cm langen Einschnitt machen und den Rest mit der Schere schneiden.

2. Rühren Sie den Beton nach den Angaben des Herstellers an. Anschließend wird die große PET-Flasche etwa bis zu einem Drittel ihrer Höhe mit dem flüssigen Beton befüllt.

3. Drücken Sie die kleine Flasche mit dem Boden voran in den flüssigen Beton. Dann wird noch weiterer Beton vorsichtig in den Zwischenraum der beiden PET-Flaschen gefüllt

4. Stellen Sie zum Trocknen einen schweren Topf auf die Öffnung. Die Trockenzeit beträgt etwa einen Tag.

5. Nach der Trockenphase werden überstehende Ränder der Flaschen mit der Schere abgeschnitten und der Beton mit einem Stück Schleifpapier glatt geschliffen.

Selbstgemachte Vase Selbstgemachte Vase

Tipp

Sie können die äußere PET- Flasche auch wieder entfernen, um einen matten Look für Ihre Vase zu erzielen: Machen Sie einen kleinen Schnitt am oberen Rand und reißen Sie die PET-Flasche vorsichtig bis zum Boden auf. Irgendwann lässt sich der letzte Teil einfach abnehmen. Die Flasche im Inneren der Vase sollte belassen werden, so kann man die Vase einfacher reinigen.

Zimmer mit selbstgemachten Möbelstücken Zimmer mit selbstgemachten Möbelstücken

Alte Obst- oder Weinkisten kann man kann einfach mit ein paar Farben und Stoffresten aufhübschen.

Mit der Wiederverwendung von gebrauchten Holzkisten leisten Sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Upcycling, sondern bekommen die Basis für kunstvoll gestaltete Regale, Sitzgelegenheiten oder Bücherschränke.


Fußhocker aus einer alten Obstkiste


  • Material

Obstkiste, Stoffrest, dünnes Holzbrett, Wattevlies, Acrylfarbe, Jerseybänder (in 2 Farben, passend zum Stoffrest) Werkzeug: Pinsel/Lackierrolle, Stichsäge, Handtacker, Schere, Maßband, Heißkleber, Holzleim, Sprühkleber


  • So geht's

1. Streichen Sie die Obstkiste komplett weiß – außen und innen. Nur den nach unten weisenden Boden können Sie aussparen.

2. Messen Sie den Kistenboden aus und schneiden Sie Holzbrett und Wattevlies in diesen Maßen zurecht.

3. Befestigen Sie mit etwas Leim und dem Handtacker das Brett am Kistenboden. Dann bestreichen Sie es mit etwas Holzleim und kleben das Wattevlies darauf.

4. Breiten Sie das Stoffstück mit der linken Seite nach oben auf einer ebenen Fläche aus und legen Sie die Obstkiste mit der Bodenseite, die jetzt mit Wattevlies beschichtet ist, darauf.

5. Markieren Sie die Umrisse auf dem Stoff, geben Sie auf jeder Seite ca. 10 cm dazu und schneiden Sie das Rechteck aus.

6. Schlagen Sie die Schnittkanten des Stoffs 1 cm um, bügeln Sie das Ganze glatt.

7. Besprühen Sie das Wattevlies mit Sprühkleber und legen es auf die Markierung. Legen Sie die überstehenden Stoffränder an den Seiten um und fixieren diese mit dem Tacker alle 10 cm unter leichter Spannung an den Seiten der Bretter.

8. Messen Sie die 4 Seiten der Obstkiste ab. Schneiden Sie je 2 x 3 Jerseybänder zurecht, die 3-mal so lang sind wie die Längsseite der Kiste, und 2 x 3 Bänder, die die dreifache Länge der Querseiten haben.

9. Flechten Sie aus jeweils drei gleich langen Bändern Zöpfe. Zum Schluss sind es also 2 längere und 2 kürzere Zöpfe. Pro Zopf 10 cm lange Fransen überstehen lassen.

10. Bringen Sie die 4 Zöpfe an den 4 Seiten mithilfe des Heißklebers an. Den Knoten aber nicht ankleben! Wenn die 4 Zöpfe fest sitzen, löst man die Knoten wieder und verbindet die Fransen der beiden angrenzenden Seiten mit einem dickeren Knoten.

Buchtipp

Upcycling – Alltägliches im neuen Look von Janina Sticken und Linda Langer Gräfe und Unzer Verlag 2015