Zu Tisch bei Kaufmann
Bernd Hubmann

Während er seinen ADEG Markt bestens organisiert und leidenschaftlich führt, ist Bernd Hubmann in seiner Küche ein Chaot aus Überzeugung. Auch beim Spaß macht er keine halben Sachen, wie eine dreifache Auszeichnung zum Faschingsprinzen der
närrischen Gemeinde Zeltweg belegen.

Steirischer Vogerlsalat als Vorspeise Steirischer Vogerlsalat als Vorspeise

Selbst kochen mag er gerne, der ADEG Kaufmann aus dem Murtal. Aber nur dann, wenn er nicht muss. „Bei mir ist das Kochen eher experimentell, ganz ohne Rezept und Küchenwaage. Reine Gefühlssache, ohne Druck und Zwang“, erklärt Bernd Hubmann beim Zubereiten seines Wintermenüs und ergänzt grinsend: „Ich bin zwar in der Küche ein Chaot, habe es aber trotzdem geschafft, die richtigen Mengenangaben für vier Personen zusammenzuschreiben.“ Emotional und gefühlvoll wird es auch immer, wenn der 45-Jährige seine Küche betritt: „Manche Menschen kaufen sich eine tolle, teure Küche, weil sie das Modernste und technisch Ausgereifteste wollen.

Meine Küche hier ist von meinem Opa – original abgebaut und übernommen – und ich bin sehr stolz darauf.“ Jede Menge positiver Erinnerungen verbindet der Enkel mit seinem verstorbenen Großvater. Schließlich war es auch Opa Johann, der den ADEG Markt in Zeltweg gegründet und an seinen Sohn Herbert weitergegeben hat. Bernd Hubmann führt den Markt seit 2011 nun in der dritten Generation. „2009 wurde unser Markt umgebaut und als erster ADEG Markt in Österreich mit dem neuen, modernen Shopkonzept, basierend auf den Kernwerten der Marke – Frische, Genuss und Lebensqualität –, ausgestattet“, berichtet der Kaufmann stolz. Insgesamt acht Angestellte und die Alt-Chefs, Herbert und Ulli Hubmann, setzen auf einer Verkaufsfläche von 420 m2 in der 7.300-Einwohner- Marktgemeinde auch auf regionale Produkte – frisch, saftig, steirisch eben. „Regionalität und die eigenen Wurzeln sind für mich und meine Familie sehr wichtig“, betont der stolze Vater.

Bernd Hubmann Bernd Hubmann
Jäger-Ragout mit Nudeln Jäger-Ragout mit Nudeln
Vogerlsalat wird mit Kernöl angemacht Vogerlsalat wird mit Kernöl angemacht

Ein Faschingsprinz hinter der Frischetheke

Und auch Tradition ist dem „typischen Steinbock“, der am 22. Dezember das Licht der Welt erblickte, ein persönliches Anliegen. „Wir versuchen das aber nicht nur privat, wir wollen auch den Markt so schön und traditionell wie möglich gestalten.“ Das große Klientel an Stammkunden dankt es dem Geschäftsmann, der in seiner Ausbildungszeit bei einer großen Handelskette und in leitenden Funktionen bei einem Baumarkt und einem europaweiten Unternehmen sehr viel lernen und erleben durfte. Ganz besonders in der ruhigeren Geschäftszeit von Mitte Jänner bis Ende Februar ist die Hauptstraße 125 ein beliebter Hotspot und kommunikativer Treffpunkt in Zeltweg: „Der Fasching wird bei uns großgeschrieben, und dazu leisten auch unsere Kunden einen wichtigen Beitrag.“ In der närrischen Zeit ist deshalb nicht nur das Personal, sondern auch der Chef maskiert. Kein Wunder, war Bernd Hubmann doch schon dreimal Faschingsprinz der närrischen Gemeinde in Zeltweg und ist schon sehr lange aktives Mitglied der örtlichen Faschingsgilde, die heuer ihr 20-jähriges Jubiläum feiert.

Hubmann flechtet den Schokostrudel selbst Hubmann flechtet den Schokostrudel selbst
Die Kinder genießen die Nachspeise Die Kinder genießen die Nachspeise

ADEG Kaufmann, Familienmensch und Staatsmeister

Freizeit wird beim Workaholic und Familienmenschen Hubmann eher „kleingeschrieben“, daher hat er sich bei seinem Menü auch für eine „schnelle, einfache Variante“ entschieden. Deftigen Salat als Vorspeise, weil er ihn selbst gerne isst. Das Jägerragout, weil er es „mit den Mitarbeitern erfunden hat“ und es genau so tellerfertig im ADEG Markt verkauft. Und das Dessert – so einfach wie genial – hat er bei Recherchen im Internet entdeckt. Alle Zutaten gibt es natürlich in seinem ADEG Markt direkt unter der Küche. Und wenn er nicht gerade in der Küche steht, mit den Kindern unterwegs ist oder die gut sortierte Produktpalette in den Verkaufsräumen verwaltet, dann hat Bernd Hubmann auch noch ein ganz außergewöhnliches Hobby: den Reitervierkampf. Eine Art Triathlon im Sattel seines Pferdes, der aus den vier Disziplinen Parcoursspringen, Dressurreiten, Schwimmen und Laufen besteht. „Ein Kurzstrecken-Hochleistungssport mit Pferd, der einem einiges an Energie abverlangt, manchmal eine ziemlich zähe Sache ist, aber enorm viel Spaß macht.“ Seit seinem zehnten Lebensjahr reitet der Pferdenarr, seit vier Jahren hat er sein eigenes Pferd, und seit dem Vorjahr darf sich Bernd Hubmann auch „Österreichischer Meister“ in dieser extravaganten und seltenen Sportart nennen. „Ab dem Frühjahr ist es wieder vorbei mit dem deftigen Essen, dann beginnt das Training, und ich ernähre mich wieder von Müsli, Obst und Gemüse – alles natürlich aus unserem ADEG Markt“, verspricht der ambitionierte, erfolgreiche Sportsmann.

Ob eines seiner drei Kinder in seine ADEG Fußstapfen treten wird, kann Hubmann jetzt noch nicht sagen: „Schön wäre es, wenn wir die Familientradition weiterführen könnten, aber zwingen werde ich keines der Kinder – ich bin auch nicht gezwungen worden und habe ganz allein nach vielen Lehrjahren und Erfahrungen nun mein Glück im Familienunternehmen gefunden.“

Ein ADEG Kaufmann, ein Spitzensportler, ein Familienmensch, der all seine Leidenschaften, Traditionen und Wurzeln wohl in Zeltweg am besten ausleben kann.

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