Zu Tisch bei
Kaufmann Peter Buchmüller

In seinen beiden ADEG Märkten in Hof bei Salzburg und Großgmain macht Peter Buchmüller keine halben Sachen wenn es um Kundenbetreuung, Sortiment und Mitarbeiterausbildung geht. Dafür vertraut er auf Frauenpower: Obwohl er fast jeden Tag in seinen Märkten zu treffen ist, leitet mittlerweile seine Tochter Anna-Maria den Markt in Großgmain und seine Partnerin Nada Vujić jenen in Hof.

Kaufmann Buchmüller Kaufmann Buchmüller

„Wir müssen besser sein als alle anderen.“ So lautet das oberste Gebot von Peter Buchmüller, wenn es um Kundenbetreuung, Sortiment und Mitarbeiterausbildung geht. Ein Ziel, welches der ADEG Kaufmann längst erreicht hat. Nicht nur in seinen beiden vorbildlichen ADEG Märkten in Hof bei Salzburg und in Großgmain – beide Betriebe sind im Ort Marktführer im Segment Vollversorger – auch privat stehen Korrektheit, Ehrgeiz und Ambition an oberster Stelle. „Ich hätte all das nicht mehr nötig. Andere gehen in meinem Alter in Pension“, scherzt der sportliche 60er, der sich selbst als „durch und durch Kaufmann mit Leib und Seele“ bezeichnet.

Nebenbei schwenkt er lässig die mächtigen Tiger Prawns aus der eigenen Frischeabteilung, die er den Gästen auf Safranreis als kleines „Amuse Gueule“, als Gruß aus der Küche, noch vor der Vorspeise kredenzen wird. Seine Küche gleicht einer Hightech-Zentrale. Nur vom Feinsten und blitzsauber muss es sein, wenn Herr Buchmüller zum Kochlöffel greift. „Das ist Peters Reich, da mische ich mich lieber nicht ein“, scherzt Lebensgefährtin Nada. Kein Wunder, ist der ADEG Kaufmann doch gelernter Koch und Gastronom und somit fast immer und auch sehr gerne für das leibliche Wohl in der gediegenen Villa mit traumhaftem Blick über den Mondsee zuständig.

Den Umgang mit Gästen hat er im Blut. Die Eltern führten in seinem Heimatort Adnet einen Gasthof mit angeschlossenem Lebensmittelgeschäft und Taxiunternehmen. All das ist heute noch im Besitz von Peter Buchmüller – nur hat er es an neue Betreiber verpachtet, denn er wollte sich seinen Traumberuf realisieren – Kaufmann. Diesen Traum hat sich der begeisterte Skitourengeher und Mountainbiker wahrlich verwirklicht: „Bis ins Jahr 2001 hatte ich insgesamt acht ADEG Märkte.“

Kaum ein Markt im Raum Salzburg, der nicht den Namen Buchmüller getragen hat. Ehrgeiz und Fleiß hatten sich ausgezahlt.

„Dann kam die Expansion der großen, anderen Ketten und immer mehr kleine ADEG Märkte mussten die Gürtel enger schnallen“, erklärt der Fachmann den Schritt, sechs seiner acht Filialen an neue Unternehmer abzugeben und vermehrt in die Standorte Großgmain und Hof zu investieren.

Erst im Vorjahr wurde Hof von 500 auf 860 m2 ausgebaut und total modernisiert, 24 Mitarbeiter sind es mittlerweile. Auf den 500 m2 in Großgmain beschäftigt Buchmüller weitere zwölf gut ausgebildete Fachkräfte.

„Ich investiere viel Geld in Toptrainings und im Vergleich zu anderen Märkten merkt man das auch im Umgang mit unseren Kunden und im Fachwissen um unsere Produktpalette“, ist der Chef stolz auf seine beiden Vorzeigebetriebe.

Buchmüller richtet den Salat an Buchmüller richtet den Salat an
Zur Hauptspeise Saibling auf Salatherzen und Apfelspalten mit Gnocchi Zur Hauptspeise Saibling auf Salatherzen und Apfelspalten mit Gnocchi
Salat mit Schafskäse als leichte Vorspeise

Seine Märkte sind fest in Frauenhand

Zwar zeigt sich Buchmüller fast jeden Tag in seinen ADEG Märkten, aber nach dem Rechten schauen längst schon die beiden Marktleiterinnen: Tochter Anna-Maria in Großgmain und Partnerin Nada Vujić in Hof bei Salzburg. „Aus dem Tagesgeschäft habe ich mich zurückgezogen. Höchstens es brennt wirklich einmal der Hut“, schildert Buchmüller mit vertrauensvollem Blick in Richtung Lebenspartnerin. Über Langeweile und zu viel Freizeit kann er dennoch nicht klagen.

Sein Hauptaugenmerk liegt längst auf der Betreuung und Vertretung des gesamten Handelsstandes in Österreich. Kommerzialrat Buchmüller, wie es auf der Visitenkarte richtigerweise vermerkt ist, kümmert sich als Spartenobmann der Wirtschaftskammer Salzburg um 14.000 handeltreibende Mitglieder, muss als Vorsitzender der GKK-Kontrollversammlung über ein Jahresbudget von 800 Millionen Euro wachen und ist seit vier Jahren darüber hinaus österreichweiter Chef-Lohnverhandler der Arbeitgeberseite für insgesamt 750.000 Beschäftigte. „Trotzdem sehe ich mich in meinem Hauptberuf als ADEG Kaufmann. All das ist nur möglich, weil ich mich auf meine großartigen Mitarbeiter voll und ganz verlassen kann, wenn ich in Wien oder Salzburg zähe Verhandlungen führen muss.“

Schafskäserolle mit Kräutern Schafskäserolle mit Kräutern
Bei der Zubereitung des Desserts Bei der Zubereitung des Desserts
Limetten-Topfen-Soufflé Limetten-Topfen-Soufflé

Umso mehr freuen sich Freunde und die Familie, wenn der erfolgreiche Workaholic einmal im Monat zum privaten Haubenkoch mutiert. Der Schafkäse für die Vorspeise stammt aus der Schafkäserei Eisl in St. Wolfgang, das knusprige Natursauerteig-Brot vom Bio-Bäcker Obauer in St. Gilgen, die Salate von den Walser Bauern, die auch knackiges Bio-Gemüse in die Märkte liefern und der Hauptgang, der „Saibling auf Salatherzen und Apfelspalten mit Gnocchi“ aus dem nahen Fuschlsee.

Regionalität hat bei Buchmüller seit Jahrzehnten Tradition: „Früher war es fast verpönt regionale Lieferanten einzubeziehen und ich wurde belächelt. Seit fünf Jahren springen alle Konzerne auf diesen Trend auf. Und ich habe recht behalten“, freut sich der Pionier der Nachhaltigkeit über diese Trendwende.

Der Kommerzialrat scheut sich nicht anzuecken, wenn es seinem Betrieb und somit dem Image von ADEG zugute kommt und sein Erfolg gibt ihm recht. Er ist längst an jenem Punkt angekommen, an dem er ausschließlich das macht, was ihm Spaß und Freude bereitet: „An die Pension oder daran einmal keine Verantwortung mehr tragen zu müssen, habe ich noch nie gedacht. Ich habe meinen Traumberuf und meine Bestimmung als Kaufmann gefunden und realisiert und diese Berufung will ich noch lange, lange ausüben.“

In den verbleibenden, raren Zeitfenstern schwingt sich der sportbegeisterte Kaufmann im Sommer aufs Rad, durchwandert die nahe Bergwelt, schnallt sich im Winter die Tourenskier an oder er bewirtet eben seine Gäste – mit nachhaltigen Produkten aus seinen ADEG Märkten, dem Fachwissen und der Begeisterung eines Haubenkochs. Eine Erfolgsgeschichte, die Spaß macht – was will man mehr vom Leben!