Zu Tisch bei
Kauffrau Erna Marosi

Seit 2011 betreut Erna Marosi nun schon ihre Stammkundschaft im eigenen ADEG Markt im niederösterreichischen Gerersdorf. Sie ist eine Kauffrau mit Herz und unglaublichem Einsatz und eine ausgezeichnete Köchin, die gerne regional auftischt.

Gerersdorf ist zwar nur einen Katzensprung von St. Pölten entfernt, und dennoch ist man in der 1.000-Einwohner-Gemeinde mitten am Land. Erna Marosi liebt ihren Heimatort über alles, vor allem ihren kleinen, aber feinen ADEG Markt im Ortszentrum, eingemietet in einem alten Bürgerhaus, in dem es bereits seit 1860 einen Kaufladen gibt. Bis 2010 waren die Marosis lediglich Kunden bei den Kaufleuten Ratzinger, die vier Jahrzehnte als Nahversorger in diesem Haus tätig waren. "Dann habe ich etwas im Familienverband beschlossen, das ich mir vor zehn Jahren nicht einmal vorstellen hätte können", erinnert sich Erna Marosi an die Zeit, bevor sie zur ADEG Kauffrau wurde.

Dirndl-Palatschinken Dirndl-Palatschinken
Erna Marosi Erna Marosi

Sie hat nach der Schule zwar eine Fachausbildung bei einem Mitbewerber genossen, legte aber eine lange Kinderpause für ihre drei Söhne ein. Erst mit knapp 40 ist sie wieder in ihren kaufmännischen Beruf eingestiegen. "Damals habe ich mir aber noch geschworen, dass ich nie wieder in einem Lebensmittelgeschäft arbeiten werde", muss die ADEG Kauffrau heute schmunzeln. Ab Jänner war sie als Mitarbeiterin bei der Familie Ratzinger beschäftigt. Mit der Pensionierung von Frau Ratzinger im Juli 2011 übernahm Erna Marosi den ADEG Markt in ihrer Heimatgemeinde am 1. August 2011 schließlich ganz. "Bis heute habe ich diesen Entschluss keine Sekunde bereut!", zieht die Quereinsteigerin heute eine positive Bilanz.

Idylle mit Honig und Glühwein

Erna Marosi riecht an Kräutern Erna Marosi riecht an Kräutern

Mit zwei Angestellten und der mentalen Unterstützung ihres Ehemannes hat Erna Marosi auf 105 m² Marktfläche das Bestmögliche aus dem ADEG Nahversorger gemacht. "Bio, fair und regional lautet nicht nur das Motto der Marktgemeinde Gerersdorf, sondern ist auch unser ADEG Credo!"

Neben der gemütlichen Kaffeeecke gibt es eine Trafik, eine Lotto-Toto-Kollektur, eine Backstation und jede Menge gesunde, regionale Produkte: Eier von der Familie Kreiml, Äpfel aus Pummersdorf, Most, Dirndlsaft, Fruchtaufstriche von der Firma Deufl aus Mauer, die beliebte Hiegersberger Milch aus Fugging und den Honig der Familie Schweiger, der gerade zur Weihnachtszeit eine wichtige Rolle spielt. "Im Advent haben wir spezielle Honigtage, an denen man köstliche Variationen wie Himbeer- oder Dirndlhonig im Geschäft verkosten kann", erzählt die Kauffrau stolz. Nebenbei erwähnt sie noch die vorweihnachtlichen Glühwein- und Punschtage in ihrem Markt, die zu den Hotspots in der kleinen Gemeinde zählen. "Hier trifft man sich, kauft ein und plaudert", ist Erna Marosi begeistert vom Kommunikationsfaktor, der ihren Markt neu belebt hat. Einmal in der Woche gibt es die "Marosi-Schuljause" in der nahen Volksschule, und für ältere und kranke Mitbürger steht das Gemeindetaxi als Hauslieferant zur Verfügung.


Am Heiligen Abend zählen die Tradition und die Region

Traditionell und ruhig wird demnach auch der Heilige Abend in der Familie Marosi gefeiert. "Um 12.00 Uhr sperrt der Laden zu, und dann gibt's nur noch die Familie". Die drei Söhne mit ihrer Begleitung, die Schwiegereltern und manchmal auch die Freunde stimmen vor der Bescherung Weihnachtslieder an. Danach wird gegessen. Bei den Marosis ist man da nicht heikel und "isst so ziemlich alles". Am 24. Dezember aber muss es schon etwas ganz Besonderes sein. "Meine Forellen für die Vorspeise sind frisch aus der Pielach, der Braten ist typisch für uns hier im Mostviertel, und die Nachspeise ist sehr exklusiv, weil es Dirndln fast nur hier im Dirndltal gibt", erklärt Erna Marosi.

Als "Dirndl" wird die Kornelkirsche bezeichnet, eine Urfrucht, die bevorzugt im Pielachtal wächst und wegen des eigenartig "süß-sauren" Geschmacks in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen hat. "Gerersdorf ist das Tor zum Pielach- oder Dirndl-Tal, und Regio ist wirklich etwas Besonderes", schwärmt die Kauffrau. Auf ein Grund, warum das Ehepaar die Urlaube zumeist in Österreich verbringt - nicht ganz ohne Hintergedanken: "Ein Fixpunkt ist - egal, wo wir urlauben -,dass wir die ADEG Kollegen österreichweit besuchen und uns mit ihnen austauschen und uns Anregungen für unseren Markt holen." So hat man im Herbst ADEG Kaufmann Gerald Haller in Seeboden am Millstätter See einen Besuch abgestattet.

Räucherforellenmousse Räucherforellenmousse
Mostbraten Mostbraten

Ein familiärer ADEG Kreis

Dass Erna Marosi ihre Entscheidung, ADEG Kauffrau zu werden, nicht bereut hat, hatte am 1. Jänner dieses Jahres auch positive innerfamiläre Folgen: Sohn Daniel hat den großen ADEG Markt im benachbarten Karlstetten übernommen und generalsaniert. "Daniel hat dort bereits als Geschäftsführer gearbeitet, ist also nicht ganz so quer eingestiegen, wie ich es gemacht habe. Jetzt helfen wir uns gegenseitig, wie das zwischen Mutter und Sohn eben so üblich ist", lacht die Kauffrau. Vorbesitzer war übrigens Kaufmann Othmar Ratzinger - womit sich der familiäre ADEG Kreis im niederösterreichischen Alpenvorland wieder schließt.

Ähnliche Beiträge